So lautet die wörtliche Übersetzung von Jett Atwoods letztem Blogeintrag: You Want a 10,000 RPM Boot Drive
Gemeint ist eine der aktuellen SATA Raptor HDs von Western Digital.
Der Tipp käme zu spät, wenn ich nicht in den neuen Heimarbeits-PC genau aus dieser Serie das 74GB Modell eingebaut hätte. Ausführlicher: "Western Digital WD740ADFD Raptor 74GB 16MB 10.000RPM SATA". Mittlere Zugriffszeit 4,6ms.
Die zweite Platte ist eine, durchaus auch schnelle, 500GB Platte. Würde auch zu Jeffs Empfehlung passen. Die Platte ist für das digitale Medienzeitalter da. Der Datensarg quasi.
Die Raptor ist wesentlich kleiner als die große Platte. Trotzdem ist sie teurer. Wieso? Braucht man das? Die Raptor hat fast die halbe mittlere Zugriffszeit (4,6ms zu 8,9ms). Das Betriebssystem, Visual Studio, FireFox und Sql Server wollen alle ständig irgendwo auf der Platte was lesen oder schreiben. Nie viel, aber immer woanders. Die ständige Sucherei erledigt die Raptor spürbar schneller. Das ganze System ist spürbar flotter.
Natürlich muss der Rest auch adäquat performant sein. Sonst hilft die beste Platte nichts mehr. Dual Core und 2GB sind schon zu empfehlen.
Weitere (kostenlose) Performance Tricks:
- Die 74GB der Raptor langen für das OS und alle Programme locker. Mir genügen 40GB. Deswegen ist die erste Partition genau so groß und der Schreib-Lese-Kopf muss typischerweise nicht über die ganze Oberfläche fegen. Also noch schnellerer Zugriff.
- Aus dem gleichen Grund gibt es auf der 500GB Platte vorne eine 100GB Partition. Dort liegen alle Anwendungsdaten.
- Um die Last weiter zu verteilen ist die Auslagerungsdatei auch auf dieser 100GB Partition.
- Sql Server Standard Know How, aber trotzdem immer wichtig: Die Daten-Dateien und die Log-Dateien sind auch auf die beiden Platten verteilt.
Früher hatte ich mal Raid 0 im Einsatz. Das hilft aber nur beim Durchsatz und nicht bei den Zugriffszeiten. Ich finde, dass der Durchsatz heute kein Problem mehr ist. Ich bin froh, dass damals die Daten das Experiment überlebt haben.